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Dirk Harbecke, Chairman von Rock Tech Lithium, erläutert Hintergründe zum Lithiummarkt
www.irw-press.at/prcom/images/messages/2019/49667/Newsletter 29 Lithium Nordamerika.001.jpegNicht nur die chinesischen und europäischen Autoproduzenten setzen ehrgeizige Ziele für die Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotten. Das gilt auch für die US-amerikanischen Hersteller. Zum Beispiel General Motors, kurz GM genannt. Wie VW will der größte amerikanische Fahrzeughersteller künftig nur noch Verbrenner, reine Elektroautos und Plugin-Hybride produzieren, also Wagen, die über größere Lithium-Ionen-Akkus verfügen. Mild-Hybride sollen eingestellt werden.
Allein in den kommenden vier Jahren will GM 20 rein batteriegetriebene Fahrzeuge und Plugin-Hybride auf den Markt bringen. Bereits 2021 soll ein elektrischer Pickup-Truck auf den Markt kommen. Mit der Gewerkschaft United Auto Workers hat GM vereinbart, in den kommenden Jahren sieben Milliarden Dollar (rund 6,3 Milliarden Euro) zu investieren. Dazu kommt noch eine 2,3 Milliarden teure Akkufabrik, die GM gemeinsam mit dem südkoreanischen Batteriespezialisten LG Chem aufbauen möchte. Diese Fabrik soll über eine Kapazität von 30 Gigawatt verfügen, die weiter ausgebaut werden kann. Damit entspricht sie der Größe nach der Gigafactory von Tesla in Nevada, der bislang größten Produktionsstätte für Auto-Akkus.
Investitionen von elf Milliarden Dollar
Auch beim Konkurrenten Ford nimmt die E-Offensive Fahrt auf. So soll bis Ende 2022 ebenfalls ein vollelektrischer Pickup-Truck ins Angebot kommen. Erst Prototypen wurden bereits gesichtet. Insgesamt will die Nummer zwei unter den amerikanischen Autoproduzenten elf Milliarden Dollar (etwa zehn Milliarden Euro) in rund zwei Dutzend reine Elektroautos und Hybridfahrzeuge investieren. Als erstes wird es angeblich eine elektrifizierte Version des Ford Mustang, Mach-E genannt, geben.
Gemessen am Umsatz sind GM und Ford zusammen in etwa so groß wie Volkswagen. Der VW-Konzern will schon im kommenden Jahr mit seinen insgesamt zwölf Marken rund 500.000 rein elektrisch angetriebene Autos verkaufen. Selbst wenn die amerikanischen Konkurrenten nicht einmal halb so ehrgeizige Ziele wie die Deutschen haben, dürften sie schon bald allein auf dem US-Markt hunderttausende Plugin-Hybride und rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge bauen und ausliefern.
Vor diesem Hintergrund müssen sich die amerikanischen Autobauer die komplette Lieferkette für die benötigten Akkus sichern. Das fängt mit den Batterierohstoffen wie Nickel, Kobalt und Lithium an. Bei dem Leichtmetall drängt es sich auf, auf die Vorkommen in Kanada zurückzugreifen. Denn diese sind nur wenige hundert Meilen beziehungsweise Kilometer von Detroit entfernt. Die lithiumhaltigen Salzseen Südamerikas sind dagegen mehrere tausend Meilen oder Kilometer weit weg von den amerikanischen Autofabriken gelegen. Zudem ist Kanada im Gegensatz zu Ländern wie Chile politisch stabil. Lieferausfälle durch politische Unruhen sind hier nicht zu erwarten.
Die Bedeutung von Lithium hat auch die Regierung in Washington erkannt. Das Leichtmetall gehört zu den 35 kritischen Metallen, die US-Präsident Donald Trump für die nationale Sicherheit als entscheidend erachtet hat.
Mit seinem Hardrock-Lithium-Projekt in Georgia Lake im kanadischen Bundesstaat Ontario ist z.B. Rock Tech Lithium dafür prädestiniert, schon bald die amerikanische Autoindustrie im Norden der USA zu beliefern. Das Vorkommen verfügt nicht nur über eine exzellent ausgebaute Infrastruktur, sondern befindet sich auch gewissermaßen in der Nachbarschaft von GM und Ford.
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Dirk Harbecke
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Rock Tech Lithium: Auch die US-Autobauer müssen sich ihr Lithium sichern
wurde veröffentlicht am 23. Dezember 2019 auf bekannt im Web in der Rubrik Allgemein
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